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27.10.09 16:53

ULRIKE VON LEVETZOW, KLEBELSBERGS UND BÖHMISCHES GRANAT

Eröffnung der Ausstellung am 3. NOVEMBER 2009, UM 17 UHR im HAUPTGEBÄUDE DES REGIONALMUSEUMS IN...

05.09.09 22:03

Fotoausstellung "Salz"

Plakat zur Fotoausstellung

"Salziges" in der Olbernhauer Saigerhütte

"Feuerlilie - Wachtelkönig - Abendrot"

Donnerstag, 19. Juni, naturkundlichen "Abendwanderung rund um den Geisingberg" der Grünen Liga Osterzgebirge, Treff 17.15 Uhr am Bahnhof Altenberg

"Feuerlilie - Wachtelkönig - Abendrot"

Der Mai zauberte auch dieses Jahr wieder eine herrliche Blütenpracht auf die Geisingbergwiesen. Das gelbe und violette Meer von Trollblumen, Knabenkräutern und mehreren Dutzend weiterer Frühlingsblumen zieht alljährlich viele Naturfreunde aus Nah und Fern hierher zu dieser weithin bekannten Landmarke des Ost-Erzgebirges. Mitte Juni schließlich haben viele der Pflanzen ihre bunten Blüten bereits in eher unscheinbare Früchte verwandelt, darunter die meisten Orchideen - und eben auch die prächtigen Trollblumen.
Doch die Bergwiesen am Geising belohnen auch im Frühsommer den Wanderer mit herrlichen Naturerlebnissen. Alantdistel, Arnika und Perücken-Flockenblume blühen,  frisch aus den Puppen geschlüpfte Schmetterlinge entfalten ihre bunten Flügel, die ersten Heuschrecken beginnen zu musizieren. Eine besondere Zierde vor allem der Steinrücken sind die hier noch recht zahlreichen Feuerlilien.
Besonders in der Abenddämmerung ertönt aus den Bergwiesen eine eigenwillige, monotone und langanhaltende Ruffolge. Nur wenigen gelingt es einmal, den Verursacher dieser wie "krrrk-krrrk, krrrk-krrrk, krrrk-krrrk" klingenden Töne zu Gesicht zu bekommen. Der Wachtelkönig - mitunter auch Wiesenralle genannt - gilt als Meister der Wiesentarnung: so lautstark sein Ruf auch sein mag, so unauffällig ist hingegen sein braun-geflecktes Gefieder. Als Wiesenbrüter gehört diese Art heute zu den europaweit gefährdesten Vogelarten. Dem Wachtelkönig und seinen Jungen nützen die perfekten Tarnkünste nichts, wenn Grünland bereits im Frühling mit Rindern beweidet oder zur Silagegewinnung großflächig abgemäht wird.
Zum Glück gibt es im Ost-Erzgebirge noch vergleichsweise viele Bergwiesen, die den andernorts extrem seltenen Tieren zusagen. Über die Hälfte aller sächsischen Wachtelkönige verbringen den Sommer zwischen Müglitz und Weißeritz. Bei einer Wanderung an einem warmen Juniabend kann man rings um den Geisingberg mitunter bis zu fünf verschiedene Wachtelkönig-Männchen rufen hören.
Am Donnerstag, den 19. Juni, lädt die Grüne Liga Osterzgebirge wieder ein zu einer solchen naturkundlichen Abendwanderung rund um den Geisingberg. Treff ist 17.15 Uhr am Bahnhof Altenberg (Zug ab Dresden Hbf. 16.00 Uhr, umsteigen in Heidenau). Jens Weber, einer der Autoren des dreibändigen "Naturführer Ost-Erzgebirge", wird von der Geschichte der Landschaft erzählen, Pflanzen und Tiere am Wegesrand vorstellen und einen kleinen Einblick geben in die aufwändige Arbeit der Naturschützer. Dem oft rein ehrenamtlichen Engagement vieler Naturfreunde ist es zu danken, daß auch heute noch Feuerlilien und Wachtelkönige am Geisingberg zu Hause sind.

09.06.2008 17:46 Alter: 10 Jahre