Heimatmuseum Frankenberg

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Heimatmuseum Frankenberg


Willkommen im Heimatmuseum Frankenberg. Hier können Sie sich über die Geschichte und aktuellen Ausstellungen informieren.


Geschichte des Museums

Im ältesten Bauwerk Frankenbergs, dem ehemaligen Herrenhaus des Rittergutes Neubau ist das Museum der Stadt untergebracht. Im Jahre 1553 begann Casper von Schönberg mit der Errichtung des im schlichten Renaissancestil gehaltenen Gebäudes, nach dessen frühem Tod vollendete sein Bruder Christoph von Schönberg den Bau. Dach und Fassade des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes wurden 1996 unter großem handwerklichen und denkmalpflegerischen Aufwand rekonstruiert. 2002 wurde eine umfangreiche Sanierung im inneren des Hauses vorgenommen. Ein parkähnlicher Garten mit uraltem Baumbestand lädt die Besucher auf vielen Bänken zum Verweilen ein. Immer wieder vererbt oder verkauft, befand sich das Rittergut bis zur Enteignung im Jahr 1945 in Privatbesitz. Seit 1949 beherbergt das Rittergut das Museum der Stadt. Dieses wurde im Jahre 1909 durch den Altertumsverein für Frankenberg und Umgebung gegründet und hatte sein Domizil anfangs in der Schloßstraße.


Ausstellungen des Museums

Mit seinen derzeit 16 Ausstellungsräumen hat das Museum eine Ausstellungsfläche von mehr als 400 Quadratmetern. Bei einem Rundgang durch die fünf Ausstellungsetagen des siebenstöckigen Gebäudes kann man sich nicht nur mit der Besiedlungsgeschichte und der Stadtentwicklung Frankenbergs vertraut machen, sondern sich auch einen Überblick über die handwerkliche und industrielle Entwicklung der Zschopaustadt und deren Vereinswesen verschaffen. In der Weberstube lernt der Besucher jenes Handwerk kennen, das einst über Jahrhunderte hinweg Haupterwerbszweig der Frankenberger Bevölkerung war. Im Zigarrenmacherzimmer wird ein weiteres Gewerk vorgestellt, das die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt besonders im vergangenen bis fast in die Mitte unseres Jahrhunderts prägte. Weitere Ausstellungsräume bergen einen Großteil der beachtlichen Stilmöbelsammlung des Museums, unter anderem aus der Epoche des Barock, des Empire, Biedermeier bis zu den Neostilen des vergangenen Jahrhunderts. Die Sammlung wir durch Kostbarkeiten aus Porzellan-, Glas-, Zinn- und Gemäldesammlung des Hauses ergänzt. Auch eine kleine Spielzeugsammlung kann das Museum sein eigen nennen. Die ältesten Exponate sind zwei Heiligenfiguren aus dem 15. Jahrhundert, die einst in der Kapelle auf Schloß Sachsenburg standen und zu den wenigen noch existierenden geköpften Heiligen gehören. 1997 wurde mit Leihgaben aus einer Privatsammlung eine Folterkammer eingerichtet, in der man neben Streckbank, spanischem Stiefel, Mundbirne und Daumenschraube auch viele andere Folter- und Hinrichtungswerkzeuge besichtigen kann. Ebenso findet man zahlreiche Gerätschaften zum Ausführen vonsogenannten Hexenproben oder zum Vollstrecken von Schandstrafen vor. Im gleichen Jahr hat man ein historisches Klassenzimmer der 20er bis 50er Jahre eingerichtet. Eine bauliche Besonderheit erblickt der Besucher im sogenannten "Flasernzimmer", das seinen Namen einer 1990 freigelegten Renaissance-Kassettendecke aus der Bauphase des Hauses (1553) verdankt. Hier sind die einzelnen Kassettenflächen mit farbigen Holzschnitten beklebt. Eine derartige, in Deutschland seltene Art der Deckengestaltung entsprang einer Sparmaßnahme des 16. Jahrhunderts: anstatt wertvolle Edelhölzer zu verarbeiten, benutzte man billige, einheimische Hölzer und "veredelte" diese durch Aufkleben von farbig bedruckten, großen Papierquadraten.Jährlich bietet das Museum seinen Besuchern bis zu fünf Sonderausstellungen zu den verschiedensten Themen.




Kontakt:


D- 09669 Frankenberg, Hainichener Strasse 5a

Telefon: 037206/2579 oder 64166

e.Mail: museum@frankenberg-sachsen.de

Internet: http://www.frankenberg-sachsen.de/


zur Karte:
Heimatmuseum Frankenberg auf Google Maps



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